Montag, 25. Dezember 2006

Freie Liebe! - und die Jugend hat keine Prinzipien mehr?

Ich habe eben mal einen Artikel über Liebe und Seitensprünge lesen dürfen. Und ich finde es doch schon recht verwunderlich: Während die heutige Jugend eben jene ist, die mit einem Mangel an Idealen ausgestattet sein soll, ohne jegliche Perspektiven und Wünsche und mit Hang zur Selbstzerstörung und der damit einhergehenden Zerstörung des Systems und aller darin lebenden alten Menschen - und da sind wir beim Punkt: die "alten Menschen"...

Wenn ich mich recht erinnere war es gerade diese Generation, der heute 50-60jährigen die in den wilden 70er Jahren etwas erfanden, dass sie kurzum "freie Liebe" tauften. Untereinander rumhurten wie die verrückten - und heute über Werte und deren Verfall reden.
Wenn heute ein jugendlicher am Freitagabend in einer Disko sich die Hucke zulaufen lässt, rumzappelt wie ein bekloppter, ein Mädchen abschleppt und mit ihr schläft - und am nächsten Freitag das gleiche Ritual mit einem anderem Mädchen abhält, so ist er immer noch mit mehr Prinzipien bei der Sache als sein "Alter" Ego. Denn dieser war nicht im Klub, nein, er war auf einem Festival. Dort gab es nicht (nur) Alkohol, sondern auch Hanf (und LSD und, und, und) und er versuchte nicht mit zappeln tanzen zu imitieren, nein! Er chillte. Und wenn er nach Hause ging - ach was. Er hatte den Sex dann gleich vor Ort, und dass zeitgleich mit mehr Damen (und Herren) als unser heutiger Jungspund in einem Vierteljahr begatten könnte.

Und, Moment mal? Stammt nicht die Emanzipation aus eben jener Zeit? In meinen Augen, ist die "freie Liebe" eine herabwürdigung der Frau. Und zwar aus dem Grund, aus dem dieses "Lebensgefühl" eine herabwürdigung des Menschen und seines wichtigsten Gutes ist: der Liebe. Und es ist eine Frechheit und eine Ironie, dass dieses Wort für eine solch fragwürdige Lebensweise missbraucht wird.

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